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Dortmund stellt sich quer

Dortmund stellt sich quer – Naziaufmarsch von Gegendemonstranten erfolgreich behindert

 

Am Samstag den 4. September 2010 wollten wie jedes Jahr ein paar hundert Nazis unter dem Motto „Nie wieder Krieg, nach unserem Sieg“, durch Dortmund marschieren. Sie missbrauchen dazu den Antikriegstag, denn am 1. September 1939 begannen die Nazis den 2. Weltkrieg mit dem Überfall auf Polen.

Der Aufmarsch wurde zwei Tage vorher aufgrund eines Sprengstofffundes bei einem bekannten Neonazi, der Kontakt zu den Organisatoren des Aufmarsches hatte, verboten.

Jedoch kippte das Bundesverfassungsgericht dieses Verbot Stunden bevor der Aufmarsch beginnen sollte.

Damit hatten die Organisatoren der Gegeninitiativen gerechnet und weiter mobilisiert. Rund 15000 Antifaschistinnen und Antifaschisten demonstrierten am Samstag friedlich gegen den Naziaufmarsch. Auf mehreren Gegenkundgebungen in ganz Dortmund gaben sie zu verstehen, dass braunes Gedankengut weder hier noch in einem anderen Ort auf der Erde geduldet wird. Durch zahlreich Blockaden schafften sie es die Anreise der Nazis zu verzögern und das Teilnehmen einiger hundert an der Nazikundgebung zu verhindern, die auch aufgrund der Massenblockaden, nur auf einem P&R Parkplatz am Hafen stattfinden konnte.

GJ-Königswinter zeigt Flagge gegen Rechts

Für Samstag, den 22.8.09, hatte ProKöln eine Kundgebung auf dem Friedensplatz angekündigt. “Nicht mit uns!”, hieß es aus viele Reihen demokratischer Parteien und Organisationen. Schon bald wurde eine Gegenkundgebung angekündigt.

Gegen 9 Uhr versammelten sich die ersten Gegendemonstranten auf dem Friedensplatz. Es wurden mehr und mehr. Am Ende standen sich ungefähr 500 Gegendemonstranten 20 ProKöln-Anhängern gegenüber.

Es gab ein dermaßen lautes Pfeilkonzert, so dass die Kundgebung der ProKölner nach etwa eineinhalb Stunden schnell zu Ende ging. Rasch wurden die deutschen Fahnen, sowie Banner mit hochintelektuellen Sprüchen in den gemieteten Transporter gepackt. Wir blieben noch ein wenig und genossen den Anblick. Es waren fast alle vertreten. Von den Piraten bis zu den Jusos. So unterschiedlich unsere Meinungen und Überzeugungen auch sein mögen, in einer Sache sind wir uns völlig einig:

In Bonn ist kein Platz für rassistische Hetzparolen, Diskriminierung und Islamophobie.

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Kategorie: Aktionen, Demos  Schlagworte:  1 Kommentar